The Carbon Code

Der Janitza Weg zur CO₂-Neutralität

Janitza electronics hat als Hersteller von Energiemesstechnik schon immer eine enge Verbindung zu den Themen Energieversorgung und Energieeffizienz.  

Unsere Energiemessgeräte machen Energieflüsse transparent. Dies ist die wichtigste Grundlage auf dem Weg zur CO₂-Neutralität. Energietransparenz schafft klare Fakten und hilft, das komplexe Thema in Zahlen zu fassen und greifbar zu machen. So wissen wir jederzeit, wo wir stehen, wo Verbesserungspotenziale liegen und können schon heute wichtige Entscheidungen für die Zukunft treffen.  

Unser Commitment zur CO₂-Neutralität

  •  

    "ln einer Zeit, in der die Auswirkungen des Klimawandels immer spürbarer werden, zählen der Schutz der Umwelt und der Erhalt unseres Planeten zu den größten Herausforderungen.

    Als Unternehmen, das Energiemessgeräte und Lösungen für einen optimierten Energieeinsatz anbietet, fühlt sich Janitza einer besonderen Verantwortung verpflichtet. Wir setzen uns daher seit vielen Jahren aktiv für die Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks ein.“

    Alexander Veidt, Geschäftsführer der Janitza electronics GmbH

UNSERE STRATEGIE AUF DEM WEG ZUR CO₂-NEUTRALITÄT

  • Transparenz schaffen
  • Ziele festlegen und Maßnahmen umsetzen
  • Kompensieren und zertifizieren
    • Transparenz schaffen

      Der erste Schritt auf dem Weg zur CO₂-Neutralität ist eine umfassende Transparenz über die CO₂-Emissionen. Dies beinhaltet die systematische Erfassung und Analyse des jeweiligen Verbrauchs und der daraus entstehenden Emissionen. Die so gewonnen Daten sind die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen und machen den Erfolg der Maßnahmen sichtbar und überprüfbar.  

      Als Experte der Energiemesstechnik ist für uns die Erfassung der CO₂-Emissionen im Bereich Scope 1 und 2 (d. h., CO₂-Emissionen, die direkt im Unternehmen oder durch eingekaufte Energie erzeugt werden) einfach. Seit 2013 werden bereits Energieverbräuche im Unternehmen Janitza im Rahmen eines zertifizierten Energiemanagementsystems detailliert erfasst und ausgewertet.  

      Emissionen im Bereich Scope 3 (diese entstehen innerhalb der Wertschöpfungskette, aber außerhalb des Unternehmens) sind schwerer zu erfassen. Hier arbeitet Janitza eng mit ClimatePartner zusammen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, die CO₂-Emissionen unserer Wertschöpfungskette so genau wie möglich zu beziffern und zu beurteilen.

    • Ziele festlegen und Maßnahmen umsetzen

      Im zweiten Schritt werden die Unternehmensziele zur Reduktion der CO₂- Emissionen definiert. Janitza hat sich zum Ziel gesetzt, die CO₂-Neutralität so schnell wie möglich und möglichst aus eigener Kraft zu erreichen, spätestens jedoch bis 2030. Dazu müssen die Emissionen aller drei Scopes so weit wie möglich verringert und die verbleibende Menge kompensiert werden.

      Jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, hilft der Umwelt mehr als ein finanzieller Ausgleich. Im dritten Schritt setzen wir daher geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen um.

      Diese reichen von großen Projekten, wie der Inbetriebnahme einer weiteren Photovoltaik-Anlage und der Umstellung der Firmenflotte auf E-Autos, bis hin zu Maßnahmen im Kleinen, wie die Reduzierung von Papierausdrucken.  

      Auf diese Weise hat Janitza bereits heute die eigenen CO₂-Emissionen auf verschiedensten Ebenen gesenkt, immer mit dem Ziel vor Augen, noch weitere Einsparungen in den nächsten Jahren zu erreichen.

    • Kompensieren und zertifizieren

      Nicht vermeidbare CO₂-Emissionen werden durch zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert. Diese Projekte reduzieren, vermeiden oder binden nachweislich Treibhausgase und werden nach internationalen Standards wie dem Verified Carbon Standard oder dem Gold Standard zertifiziert.   

      Elementarer Bestandteil der CO₂-Strategie ist der Nachweis, dass die Berechnungen der Emissionen korrekt sind und die Kompensationsprojekte auch einen echten, konkret nachweisbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wichtig dabei ist die klare Transparenz über den kompletten Weg hin zur CO₂-Neutralität. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, lässt sich Janitza die CO₂-Neutralität von einem unabhängigen Institut zertifizieren.

Unsere Maßnahmen

  • Status Quo 2024
  • Partnerschaften und Kooperationen
  • Mitarbeiterbeteiligung
  • Zukunftspläne
    • Status Quo 2024

      2013: Zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001

      2016: Ausbau der PV-Anlage und Heizung bzw. Klimatisierung über Wärmepumpe im damals neuen Verwaltungsgebäude  

      2019: Energetische Sanierung des Forschungs- und Entwicklungsgebäudes  

      2020: Installation einer weiteren PV-Anlage und Erhöhung der Effizienz durch verbesserte Ausrichtung  

      2022: Zertifizierter CO₂-freier Strombezug aus Wasserkraft mit Herkunftsnachweis

      2023: Inbetriebnahme einer weiteren PV-Anlage; Umstellung der Logistik auf einen CO₂-neutralen Transportdienstleister; Installation von E-Lade-Säulen; Umstieg auf CO₂-neutrale Verpackungen

      2024: Janitza wird durch Climate Partner als CO₂-neutrales Unternehmen zertifiziert

    • Partnerschaften und Kooperationen

               

      Janitza ist im Rahmen seiner Bestrebungen zu mehr Nachhaltigkeit auf dem Weg zur CO₂-Neutralität in engem Austausch mit verschiedenen Partnern und Dienstleistern, darunter:

      • VEA der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V.:  als Energieberater für den Mittelstand
      • Reginee - das REGIonale Netzwerk des VEA für EnergieEffizienz und Klimaschutz: ein Zusammenschluss von regionalen Unternehmen mit dem Ziel, den CO₂-Ausstoß zu verringern, die Energiekosten nachhaltig zu senken und den Weg zur Klimaneutralität anzugehen
      • VEA-Initiative Klimafreundlicher Mittelstand: unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, klimafreundlicher zu agieren und CO₂ einzusparen.
      • Das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz: eine IHK-Plattform für Unternehmen, die aktiv zum Klimaschutz beitragen und ihr Klimaschutz-Know-how kontinuierlich verbessern wollen, in Kooperation mit LEA (Landesenergieagentur Hessen)
    • Mitarbeiterbeteiligung

      Zum Erreichen der CO₂-Neutralität ist das Mitwirken jedes Einzelnen im Unternehmen notwendig. Nur so sind die ambitionierten Ziele im Alltag umzusetzen

      Einige Beispiele aus dem Janitza Alltag:

      Janitza unterstützt das Jobbike. Im Jahr 2022 wurden von unseren Mitarbeitern mehr als 16.000 km mit dem Rad zurückgelegt. Dies entspricht einer CO₂-Einsparung von 2,6 t CO₂ bzw. der Aufnahme von 260 Bäumen.

      Durch die Reduzierung von Papierausdrucken und der Mülltrennung mit Recycling werden Ressourcen geschont.

      Die Installation und Nutzungsfreigabe der E-Ladesäulen stellt ein Angebot an Mitarbeiter dar, ihre E-Fahrzeuge auch während der Arbeitszeiten laden zu können.

      Diverse Projekte wurden realisiert, um im Arbeitsalltag Strom einzusparen. Beispielsweise wurde die Beleuchtung durch LED modernisiert und die Steuerung mit Präsenzmeldern automatisiert.

    • Zukunftspläne

      Langfristig wollen wir unsere CO₂-Emissionen auf ein so geringes Niveau senken, dass wir unsere CO₂-Neutralität fast ausschließlich aus eigener Kraft erreichen.  

      Verstärkt nimmt Janitza auch in Zukunft an Kooperationen und Fachforen teil, um die eigenen Erfahrungen mit anderen Unternehmen zu teilen und sie auf dem Weg zur CO₂-Neutralität zu unterstützen.  

      Schon heute kann mit Janitza Energiemessegeräten, in Kombination mit der Netzvisualisierungssoftware GridVis®, der Energieverbrauch in CO₂-Kenngrößen dargestellt werden. Unsere Software entwickeln wir kontinuierlich weiter, um unseren Kunden in Zukunft maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.  

WARUM IST UNS CO₂-NEUTRALITÄT WICHTIG?

Die Reduzierung von Treibhausgasen ist nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein wirtschaftlicher und sozialer Imperativ. Unternehmen tragen eine wesentliche Verantwortung bei der Eindämmung des Klimawandels, indem sie ihren ökologischen Fußabdruck minimieren und gleichzeitig die Gesellschaft für eine nachhaltigere Zukunft zu mobilisieren.

BEDEUTUNG FÜR DIE UMWELT

  • Biodiversität: Die Reduzierung der Treibhausgase dämmt den Klimawandel ein und hilft bei der Erhaltung zahlreicher Ökosysteme.
  • Meeresspiegel: Ein Anstieg der globalen Temperaturen führt zum Schmelzen der Polkappen und damit zum Anstieg des Meeresspiegels. Dadurch werden sich Küstenregionen grundlegend verändern. Je geringer der Temperaturanstieg sein wird, umso geringer werden diese Veränderungen ausfallen.
  • Wetterextreme: Eine Verringerung der Treibhausgase kann die Häufigkeit und Intensität von extremen Wetterereignissen wie Hurrikane, Überschwemmungen und Dürren reduzieren.

RELEVANZ EINER NACHHALTIGEN UNTERNEHMENSFÜHRUNG

  • Ressourceneffizienz: Durch die Senkung des CO₂-Ausstoßes, zum Beispiel durch energieeffizientere Prozesse, wird auch der Verbrauch anderer Ressourcen minimiert.
  • Regulatorische Vorteile: Mit fortschreitenden globalen Klima-Abkommen bietet die frühzeitige Anpassung an niedrigere CO₂-Emissionsstandards einen Wettbewerbsvorteil.
  • Markenwert: Ein Engagement für Nachhaltigkeit stärkt das Markenimage und kann die Kundenbindung erhöhen.

FAQ

  • Eine CO₂-Bilanz oder Treibhausgas-Bilanz schafft Transparenz über die Emissionen im Unternehmen und ist daher Grundlage für Maßnahmen zur Erstellung und Verbesserung einer Klimastrategie. Sie ist die systematische Bilanzierung von Treibhausgas-Emissionen. Dabei werden alle Treibhausgase mit relevanter Klimawirkung betrachtet; diese wurden im Kyoto-Protokoll festgehalten.  

    Bilanziert werden folgende Treibhausgase:  

    • Kohlendioxid (CO₂) (GWP=1) 
    • Methan (CH4) (GWP=25) 
    • Distickstoffoxid/Lachgas (N2O) (GWP=298) 
    • Schwefelhexafluorid (SF6) (GWP=23.500) 
    • Fluorkohlenwasserstoffe (FKW/HFCs) (GWP zwischen 140 und 7.000) 
    • Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (CnF2n+2 − PFCs, FKWs) (GWP zwischen 6.000 und 9.000) 
    • Stickstofftrifluorid (NF3) (seit 2015) (GWP=17.200)

    Obwohl alle für die globale Erwärmung verantwortlichen Treibhausgase betrachtet werden, spricht man von einer CO₂-Bilanz, da Kohlenstoffdioxid als Bezugsgröße für alle einbezogenen Treibhausgase verwendet wird. Die Werte in Klammern (GWP) stehen für das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, GWP) des jeweiligen Gases, dabei wurde CO₂ als Referenzwert ein GWP von 1 gegeben, ein GWP von 25 heißt also, das 25fache des Treibhauspotenzials von CO₂. Andere Treibhausgase werden in CO₂-Äquivalente (CO₂-Äq, CO₂e) umgerechnet, um eine Vergleichbarkeit herzustellen.   

    Das Ergebnis einer CO₂-Bilanz ist der CO₂-Fußabdruck. Er gibt Auskunft darüber, welche Menge an Treibhausgasen durch ein Unternehmen, ein Produkt, einen Prozess, ein Projekt oder ein Event emittiert werden. Der CO₂-Fußabdruck wird in sogenannten CO₂-Äquivalenten (CO₂e) angegeben.  

    Janitza unterstützt Sie gern bei der Ermittlung der Kennzahlen für Ihre CO₂-Bilanz. 

  • Unternehmensbilanz, Corporate Carbon Footprint (CCF) 

    Beim Corporate Carbon Footprint werden alle Treibhausgas-Emissionen eines Unternehmens für ein Jahr ermittelt und in einer CO₂-Bilanz zusammengefasst. Der individuelle CO₂-Fußabdruck ist ein wichtiges und sinnvolles Instrument zur Bewertung der unternehmensspezifischen Klimawirkung. Mit Hilfe des CO₂-Fußabdrucks lassen sich geeignete Reduktionsziele und Maßnahmen ableiten und im Nachhaltigkeitsbericht darstellen. 

    Mit dem CO₂-Fußabdruck lässt sich zudem schnell erkennen, welche Bereiche im Unternehmen die meisten Treibhausgase freisetzen und wo das größte Potenzial für Reduktionsmaßnahmen liegt. Dies ist auch wirtschaftlich von großer Bedeutung, denn die größten Emissionstreiber sind oft auch die größten Kostentreiber im Unternehmen.

    Der regelmäßig ermittelte Corporate Carbon Footprint ist somit ein wichtiger Indikator für den Fortschritt und den Erfolg des Nachhaltigkeitsengagement eines Unternehmens.

    Produktbilanz, Product Carbon Footprint (PCF) 

    Der Product Carbon Footprint (PCF), also der CO₂-Fußabdruck von Produkten, bezeichnet die Bilanz der Treibhausgas-Emissionen entlang des gesamten Lebenszyklus eines spezifischen Produkts.

    Der Product Carbon Footprint nimmt eine ganzheitliche Perspektive ein, die von der Beschaffung der Rohstoffe bis zur Auslieferung („cradle-to-gate") reicht und möglicherweise sogar die Nutzungsdauer und Entsorgung („cradle-to-grave") berücksichtigt.

    Der CO₂-Fußabdruck Ihrer Produkte lässt sich auch aus der CO₂-Bilanz Ihres Unternehmens ableiten. Dies ermöglicht es Ihnen, CO₂-Emissionen produkt- oder auftragsbezogen zu quantifizieren und Kundenaufträge oder Dienstleistungen hinsichtlich ihrer CO₂-Emissionen individuell auszuweisen. Auf diese Weise geben Sie als Unternehmen Ihren Kunden die Möglichkeit, gezielt zur Klimaschonung beitragen.

  • Die regulatorischen Anforderungen zum Nachhaltigkeitsbericht werden durch die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU bestimmt: 

    • Durch die CSRD werden die Transparenz-Richtlinie und die Bilanzrichtlinie der EU verschärft, sodass ab dem 2024 ca. 50.000 Unternehmen in der EU in der Pflicht sind, jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht vorzulegen. Dies betrifft: 

    Ab 2025 (für das Geschäftsjahr 2024): Unternehmen, die bereits der NFRD unterliegen  

    Ab 2026: Unternehmen, die mindestens zwei der Kriterien erfüllen: > 250 Mitarbeitende, > 40 Mio. € Umsatz, > 20 Mio. € Bilanzsumme.  

    Ab 2027: Börsennotierte KMUs (mit Ausnahme von Kleinstunternehmen)  

    Ab 2029: Unternehmen mit Mutterunternehmen aus Drittstaaten, die in der EU in 2 Folgejahren einen Gesamtkonzernumsatz > 150 Mio. € erzielen 

    • Die neue CSR-Richtlinie folgt einer doppelten Wesentlichkeitsperspektive: Unternehmen müssen sowohl die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmensfesthalten als auch die Auswirkungen des Betriebs auf Nachhaltigkeitsaspekte. Sie verlangt Angaben zu Nachhaltigkeitszielen, nachhaltiger Unternehmensführung, Geschäftsmodell, Strategie, Risiko- und Chancenmanagement. 
    • Wieviel Treibhausgas-Emissionen ein Unternehmen verursacht, wird dann von allen von der Berichtspflicht betroffenen Unternehmen mit Hilfe von genau festgelegten Kennzahlen beantwortet. Da die Erfassung der Daten viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nimmt, ist es somit entscheidend, schnellstmöglich mit der Umsetzung für die CSRD zu beginnen.

    Bereits jetzt steht fest, dass im Rahmen der CSRD sehr detaillierte Angaben zu Energieverbrauch und Treibhausgas-Bilanz gefordert sind. Um diese zu erheben, müssen aber oft erst die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden – wie z. B. die Installation von Messgeräten und die Einbindung der Software zur Erfassung der Verbräuche. Janitza unterstützt Sie auf Ihrem Weg zur CO₂-Neutralität.

  • Kern des Klimamanagements im Unternehmen ist die Treibhausgas-Bilanzierung, die Transparenz über die größten Emissionsquellen im Unternehmen schafft und Reduzierungspotenziale ableiten kann. Etwa 75% der Treibhausgas-Emissionen weltweit entstehen durch die Umwandlung von Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas in Strom, Wärme oder Kraftstoffe, daher sind die größten Einsparungen auch in diesem Bereich möglich. 

    Die klimabezogene Berichterstattung von Unternehmen teilt die Treibhausgas-Emissionen in 3 Scopes ein: 

    • Scope 1: Emissionen, die direkt aus den Aktivitäten des eigenen Unternehmens entstehen (z.B. durch Verbrennung von Erdgas in stationären Anlagen oder auch von Diesel in unternehmenseigenen Fahrzeugen)  
    • Scope 2: Emissionen, die zwar nicht direkt im Unternehmen entstehen, aber bei der Erzeugung von Energie, die das Unternehmen verbraucht (z.B. Strom und Fernwärme) 
    • Scope 3: Emissionen, die vom Unternehmen entlang seiner Wertschöpfungskette verursacht werden, z.B. solche, die bei Herstellung des im Unternehmen verarbeiteten Stahls entstanden sind oder aber auch durch die Anfahrt der Angestellten. In einigen Reporting-Standards ist die Ermittlung der Scope 3-Emissionen optional. 

    Die Ermittlung der Emissionen ist oft eine komplexe Herausforderung, die die Unterstützung externer Partner erfordert. Allerdings lassen sich die notwendigen Kennzahlen mit geeigneten Messgeräten sowie Software-Lösungen ermitteln. Besteht zudem bereits ein ausgereiftes Energiemanagement im Unternehmen, ist der zusätzliche Aufwand für eine Klimamanagement-Erweiterung minimal, beispielsweise durch Parametrierung der Messgeräte in der GridVis®-Software und Erweiterung um das CO₂-Dashboard. 

    Die Bilanzierung kann sowohl auf Unternehmensebene (Corporate Carbon Footprint, CCF) oder auf Produktebene (Product Carbon Footprint, PCF) durchgeführt werden. Als Normgrundlage dienen das GHG-Protocol sowie die ISO 14001, ISO 14064 und ISO 14067.  

    Die CSRD fordert von verpflichteten Unternehmen umfassende Kennzahlen zu den Bereichen Energieverbrauch und Treibhausgas-Bilanz. Janitza unterstützt Sie bei der Ermittlung dieser Kennzahlen. 

  • Das Klimamanagement ist mit Themen wie Ressourcen, Abwasser, Abfall Bestandteil des Umweltmanagements, das wiederum in das Nachhaltigkeitsmanagement einfließt. Derzeit gibt es im Gegensatz zu anderen Bereichen wie dem Energiemanagement noch keine explizite Norm für ein strukturiertes Klimamanagement-System.  

    Inhaltliche Bestandteile eines Umweltmanagement-Systems nach ISO 14001 können jedoch hierfür herangezogen werden. Für die Ermittlung der Unternehmensbilanz (CCF) und der Produktbilanz (PCF) gibt es mehrere Normen, v.a. das GHG-Protocol, die ISO 14067 und die ISO 14064. Sie werden als die gängigsten Grundsätze für eine CO₂-Bilanz oder die Erstellung eines Berichtsnachweis oder eines Zertifikats herangezogen. 

    Die EMAS-Verordnung (Eco-Management and Audit Scheme) bildet häufig die Grundlage für Umweltmanagement-Systeme. Sie gilt als freiwilliger Standard für Umweltmanagement und wurde von der Europäischen Union entwickelt.  

    Weiterhin regelt die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU die Offenlegung von nicht-finanziellen Informationen, einschließlich Klimadaten, für bestimmte Unternehmen in der Europäischen Union. 

    Die unterschiedlichen Standards in den Bereichen Energie-, Klima- und Umweltmanagement überschneiden sich in einigen Teilen. Die EMAS-Verordnung enthält beispielsweise auch die grundlegenden Inhalte des Klimamanagements. Anforderungen und Normen können außerdem je nach Region und Branche variieren. 

  • Um die Folgen des Klimawandels so gering wie möglich zu halten, müssen Treibhausgas-Emissionen drastisch reduziert werden und Maßnahmen zur Klimavorsorge getroffen werden. Auch wenn Nachhaltigkeit viele Facetten hat, wird sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch in der künftigen CSRD-Richtlinie der Klimaschutz mit Energieverbrauch und Treibhausgas-Bilanz in den Vordergrund gerückt. Die Einsparung von CO₂ ist als eine der wichtigsten "Stellschrauben" bei den Nachhaltigkeits-Bemühungen der Wirtschaft ausgemacht worden. Daneben werden weitere Vorteile ausgemacht:  

    • Sie erhalten Transparenz über die Emissionen im Unternehmen 
    • Sie sparen Energiekosten und senken den Aufwand an Ressourcen – Emissionstreiber sind oft auch Kostentreiber. 
    • Sie sparen Kosten, indem Sie den Anteil an Emissionen reduzieren, die letztendlich kompensiert werden müssen. 
    • Sie positionieren sich am Markt als nachhaltiges Unternehmen und erhöhen dadurch Ihre Attraktivität bei Kunden, Investoren und der Öffentlichkeit. Das sichert die Zukunftsfähigkeit. 
    • Sie sichern Ihre Wettbewerbsfähigkeit, indem Sie langfristig planen und eine Klimastrategie in Ihr Geschäftsmodell einbinden. 
    • Verschiedenste Fördermodelle sind an die Nachhaltigkeit des Unternehmens gekoppelt. 
  • Ein bestehendes Energiemanagementsystem ist maßgebliche Grundlage für den Ausbau eines Klimamanagementsystems, denn ein Großteil der CO₂-Emissionen entsteht bei der Erzeugung von Energie für das Unternehmen, sodass Scope 1 und Scope 2 meist schon nahezu vollständig vorliegen oder relativ einfach zu ermitteln sind.  

    Der zusätzliche Aufwand für eine Klimamanagement-Erweiterung ist minimal, beispielsweise durch Parametrierung der Messgeräte in der GridVis®-Software und Erweiterung um das CO₂-Dashboard. 

    Sie haben Fragen dazu? Sprechen Sie uns gerne an. 

    • Der Einsatz von Janitza Messgeräten erleichtert Ihnen die Erhebung der angefallenen Emissionen. Mit der GridVis® Software können Sie alle relevanten Energieverbräuche erfassen, von elektrischer Energie über Wasserdampf, Gas und Öl bis hin zu Fernwärme.
    • Die GridVis® Software erhöht den Automatisierungsgrad Ihrer Arbeitsschritte. Das spart Ihnen Zeit und Geld.
    • Sie erhalten eine Vielzahl an Funktionen für Analysen, Auswertungen, zur Kennzahlenbildung sowie für die Visualisierung Ihrer erfassten Daten. Ermitteln Sie Daten und setzen Sie sie in relevante Verknüpfung.
    • Reduzieren Sie den Aufwand für die Erfüllung gesetzlicher Nachweispflichten und erhöhen Sie die Nachhaltigkeit Ihres Unternehmens.
    • Sie haben die volle Flexibilität: Nutzen Sie unsere Software bereits für Ihr Energiemanagement, dann können Sie damit auch klimarelevante Aufgaben erfüllen.