
Häufig besteht der Wunsch, Messwerte der Netzanalysatoren in "fremde" Visualisierungssysteme einzubinden, aber das bestehende Visualisierungssystem unterstützt das im Messgerät enthaltene Protokoll nicht. OPC Server dienen in solchen Fällen als Schnittstelle zwischen dem Messgerät und z.B. der Gebäudeleittechnik oder SPS.
OPC Treiber bieten somit eine standardisierte Schnittstelle für den einfachen Datenaustausch ohne genaue Kenntnisse über die Kommunikationsmöglichkeiten des Gegenübers.
Über OPC können die Messdaten mit den Daten anderer Gewerke verknüpft werden und in den Datenbankstrukturen der Leittechnik archiviert werden. OPC Treiber zur Leittechnik stehen bei fast allen namhaften Herstellern von Gebäudeautomationssystemen zur Verfügung.
Modbus Suite TOP Server
Die Firma Janitza electronics GmbH empfiehlt seit Jahren den bewährten kostenpflichtigen OPC Top Server mit Modbus Suite der Firma Software Toolbox (www.softwaretoolbox.com), für den sie auch den Support in Verbindung mit UMG Messgeräten und Netz-analysatoren leistet.
Funktionsweise des OPC Servers
Der OPC Server ist ein Softwaretreiber und muss auf einem PC im Netzwerk installiert sein. Läuft die vorhandene Automationssoftware bereits auf einem Rechner mit genügend Leistungsreserven und das Betriebssystem ist kompatibel zum OPC Server, ist die Installation auch auf diesem Rechner möglich. Der OPC Server läuft, entsprechende Leistungsreserven vorausgesetzt, auch auf Systemen in denen bereits eine PSWprofessional / PAS510 oder GridVis installiert wurde. Der Softwaretreiber beinhaltet einen Modbus TCP/IP bzw. Modbus over TCP/IP-Master und einen OPC Server. Die Daten (z.B. Messwerte) werden über die Ethernet Schnittstelle ausgelesen (Port 502 oder Port 8000) und an den OPC Server übergeben. Der OPC Server wiederum übergibt die Daten an den OPC Client des externen Programms. Bis zu 6 Software Applikationen können gleichzeitig auf den Port 502 des UMG 507E / EP und UMG 604E / EP zugreifen. Auf nachgeschaltete Messgeräte über die RS 485 (Ethernet Encapsulation) können noch 2 Applikationen gleichzeitig zugreifen. Das heißt, die Messdaten können gleichzeitig mit der PSW / GridVis und dem OPC Server ausgelesen werden.
Konfiguration des OPC Servers
Die Konfiguration des OPC Servers erfolgt über eine komfortable Bedienoberfläche, setzt aber Kenntnisse im Bereich der Datentypen (Word, Float, etc.) und Bustechnik voraus. Für jeden Kanal können die Kommunikationseinstellungen individuell angepasst werden.
Es werden die folgenden Datentypen unterstützt:
Char, Byte, Long, Float, Word, Double jeweils als Big-Endian und Little-Endian. Der OPC Server beinhaltet zudem einen OPC Quick Client zur schnellen Online-Kontrolle der Daten. Das heißt, die Daten werden aus der Konfigurationstabelle automatisch übernommen und dargestellt. Statistikfunktionen helfen bei der Fehlersuche.
Bedeutung von OPC
OPC ist eine Abkürzung für "OLE for Process Control" und stellt eine standardisierte Schnittstelle im Bereich Automatisierungstechnik dar. Besonders häufig trifft man im Bereich Gebäudeautomation auf diese Bezeichnung. OPC wurde geschaffen, um industriellen Bus - systemen und Protokollen eine universelle Möglichkeit zur Verständigung zu geben. Ein OPC-Treiber lässt sich ohne großen Anpassungsaufwand in beliebig große Steuer- und Überwachungssysteme integrieren.
