Blindleistungskompensation

Weitere Informationen zur Blindleistung

Bei der Blindleistungskompensation (BLK) in Wechselspannungsnetzen wird der Blindstrom und die damit verbundene Blindleistung von Verbrauchern "kompensiert".

Was ist Blindleistung?

Blindleistung wird zur Erzeugung elektromagnetischer Felder benötigt. Da sich diese Felder kontinuierlich auf- und wieder abbauen, pendelt die Blindleistung zwischen Erzeuger und Verbrauchsmittel. Sie kann im Gegensatz zur Wirkleistung nicht genutzt, d.h. in eine andere Energieform umgewandelt werden und belastet das Stromversorgungsnetz und die Erzeugeranlagen (Generatoren und Transformatoren). Ferner müssten alle Anlagen für die Bereitstellung des Blindstromes größer ausgelegt werden.

Daher ist es zweckmäßig möglichst nah am Verbraucher die entstehende induktive Blindleistung durch eine entgegenwirkende kapazitive Blindleistung von möglichst gleicher Größe zu reduzieren. Diesen Vorgang nennt man kompensieren. Bei der Kompensation verringert sich der Anteil der Blindleistung im Netz um die Blindleistung des Leistungskondensators oder der Kompensationsanlage (BLK). Die Erzeugeranlagen und Energieübertragungseinrichtungen werden damit vom Blindstrom entlastet.

Was kann ich gegen Blindleistung tun?

Energieversorgungsunternehmen berechnen die Blindarbeit, wodurch meist erhebliche Kosten entstehen. Blindstromkompensationsanlagen reduzieren die hohen Kosten für die anfallende Blindmehrarbeit und bieten zusätzlich folgende Vorteile:

  • Reduzierung der Stromrechnung durch niedrigere Blindarbeitskosten
  • Reduzierte Ohmsche Verluste, d.h. geringerer kWh-Verbrauch
  • Entlastung von Trafos, Leitungen und Versorgungseinrichtungen
  • Erhöhung der Lebensdauer von elektrischen Verteilungseinrichtungen
  • Aktiver Umweltschutz durch Reduzierung der CO2 Emissionen
  • Verbesserte Auslastung der Netze, d.h. zusätzliche Verbraucher (kWh) können angeschlossen werden
  • Spannungsstabilisierung (verringerter Scheinstrom reduziert den Spannungsabfall)